Brot ist unser Freund. Morgens, mittags, abends – Brot ist immer für uns da! Es hat einen festen Platz in unserem Speiseplan und wir heißen es jede Woche wieder liebevoll in unserer Küche willkommen. Meist umsorgen wir Brot mit allerlei lieblichen Aufstrichen, ausgewählten Käsespezialitäten oder traditionellen Wurstwaren. Wir betten es auf Porzellanteller renommierter Hersteller und hin und wieder darf es sich in unserem Edelstahl-Markentoaster etwas aufwärmen. Kurzum: Brot ist bei uns gut aufgehoben!
Doch vor wenigen Tagen zogen dunkle Wolken in unserer Brotidylle auf. Brot gab uns deutlich zu verstehen, dass es nicht mehr zufrieden war:
Brot: “He da, ihr! Ja ihr, Frühstücksmampfer! Das kann doch wohl jetzt wirklich nicht euer Ernst sein, oder? Ich verlange eine Stellungnahme!”
Wir: “Oh, liebes Brot, wir wissen gar nicht wovon du redest? Was ist los? Warum bist du so unglücklich?”
Brot: “Ihr braucht gar nicht so zu säuseln, mir reißt gleich vor Wut die Kruste auf! Das ist eine ZUMUTUNG!”
Wir: “Ist es wegen dem Toastbrot von gestern früh? Entschuldige, wir wollten dich wirklich nicht -”
Brot: “Papperlapapp! Eifersucht habe ich nicht nötig. Es geht um diese undefinierbare Zuckerpampe! Ekelhaft! GEKAUFTE MARMELADE! Wo ist die aus Mamas guten Erdbeeren oder die aus Tantchens saftigen Birnen hin verschwunden?”
Wir (kleinlaut): “Aufgegessen.”
Brot: “Aufgegessen! Und dann kauft ihr einfach diesen Discounterfraß? Mit dem könnt ihr euch von mir aus selbst einschmieren, aber ich will SELBSTGEMACHT!”
Wir: “Entschuldige. Es wird nicht wieder vorkommen.”
Apfel-Ingwer-Gelee
100 g Ingwer (geschält und gehackt)
1 l Apfelsaft
1 Pck. Gelierzucker (2:1) (Wir hatten nur 1:1, geht auch!)
Marmeladengläser auskochen oder bei 120°C im heißen Backofen 5 Minuten sterilisieren.
Den Ingwer mit 800 ml Apfelsaft aufsetzen und ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Durch ein feines Sieb in einen Messbecher gießen. Mit restlichem Apfelsaft wieder auf 800 ml auffüllen.
Die Flüssigkeit zurück in den Topf schütten und mit dem Gelierzucker verrühren. Unter Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In Marmeladengläser abfüllen, verschließen und umgedreht abkühlen lassen.
Das Rezept ist aus der aktuellen “lecker” (03/2012).

Besonders fein mit frischem, glücklichem Brot! Guten Mampf!